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Erzgebirgische Landschaftskunst

Werke von rund 100 Künstlern werden nun in Oelsnitz bewahrt

Die Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst ist ins Bergbaumuseum umgezogen

Oelsnitz. Ein neu eingerichtetes Depot im ehemaligen Verwaltungstrakt deswerke_von-rund-100-2 Bergbaumuseums in Oelsnitz beherbergt im Moment zirka 2000 Werke von rund 100 Künstlern. Über den eigentlichen Wert der Sammlung sagen diese Zahlen allerdings nichts aus. Museumschef Jan Färber: "Ich freue mich, dass der Erzgebirgskreis uns diesen Schatz anvertraut und uns damit auch die Kompetenz zutraut, die Sammlung gut zu verwalten. Zwingende Voraussetzung dafür war für mich allerdings auch eine fachkundige Arbeitsgruppe."

Von Gemälde bis Scherenschnitt

Die im Jahr 2003 von dem Tannenberger Künstler Carl-Heinz Westenburger initiierte Sammlung war bis 2008 ein Projekt des Landkreises Annaberg. Inzwischen gehört sie zum Erzgebirgskreis. Vergleichbare Sammlungen hatte es damals bereits in Dippoldiswalde für das Osterzgebirge und in Plauen für das Vogtland gegeben.

Den Ausschlag für den Start der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst bildete schließlich der Tod des Annaberger Künstlers Rudolf Manuwald. Kulturraum-Sekretär Steffen Meyer: "Ein wesentlicher Ansatz dieser Sammlung war es, einen Ort zu schaffen, der es ermöglicht, dass die Kunst des Erzgebirges im Erzgebirge verbleiben kann."

Die Vielfalt der bisher gesammelten Werke reicht von Druckgrafiken und Gemälden bis zu Scherenschnitten und Drechselarbeiten. Allen Exponaten gemeinsam ist, dass sie zum künstlerischen Erbe des Erzgebirges gehören und höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Kunsthistoriker Alexander Stoll: "Es geht hier nicht darum, Volks- und Hobbykunst zu dokumentieren."

Die in der Sammlung vertretenen Künstler sprechen eine deutliche Sprache. So befinden sich zahlreiche Werke aus dem Nachlass von Rudolf Manuwald, Friedrich Näser und Carl-Heinz Westenburger in der Sammlung. Alexander Stoll: "Daran lassen sich die Lebenswege der Künstler gut nachzeichnen." Daneben sind viele Künstler mit ausgewählten Spitzenwerken vertreten.

Die Sammlung besitzt Werke von Konrad Knebel, Fritz Keller und Max Uhlig. Einer Erweiterung steht mit dem Umzug nichts im Wege, beim künstlerischen Anspruch werden allerdings keine Abstriche gemacht. Deshalb entscheidet eine Arbeitsgruppe über die Aufnahme von Werken in die Sammlung. Erhalten bleiben soll auch die bisherige Ausstellung im Galerieraum auf Schloss Schlettau. Dort werden die Bestände der Sammlung wie schon bisher in einer Dauerausstellung mit wechselnden Schwerpunkten gezeigt. Daneben soll es künftig jedoch auch möglich sein, dass Teile der Ausstellung in anderen geeigneten Räumen gezeigt werden.

Schritt für die Zukunft

Für Kulturraum-Sekretär Steffen Meyer, der mit Beginn des Jahres 2013 in den Ruhestand geht, ist der jetzige Umzug vor allem ein entscheidender Schritt für eine gesicherte Zukunft der Sammlung: "Für mich ist ganz wichtig, dass jetzt eine Einrichtung mit den entsprechenden finanziellen und personellen Möglichkeiten hinter dieser Sammlung steht." Neben Meyer werden sich künftig unter anderem der Kunsthistoriker Alexander Stoll, Manfred Drechsel vom Förderverein Schloss Schlettau und der Lugauer Künstler Klaus Hirsch ehrenamtlich innerhalb der Arbeitsgruppe der Sammlung engagieren.

 

Freie Presse erschienen am 03.12.2012 ( Von Cristina Zehrfeld )

 

Bild:

Mit dem Umzug der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst ins Depot im Oelsnitzer Bergbaumuseum haben sich auch Kulturraum-Sekretär Steffen Meyer (l.) und Kunsthistoriker Alexander Stoll beschäftigt.

Foto: Andreas Tannert



 
 
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