Oelsnitz Erzgebirge

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UNESCO-Welterbeprojekt-Liste


Als vierte Stadt des Erzgebirgskreises ist Oelsnitz nach Marienberg, Olbernhau und Schneeberg für das UNESCO-
Welterbeprojekt "Industriekulturlandschaft Montanregion Erzgebirge" bestätigt. Das betrifft die Projekte "Bergbaulandschaft Oelsnitz Erzgebirge" und das Areal Kaiserin-Augusta-Schacht (ab 1946 Karl-Liebknecht-Schacht), das "Bergbaumuseum" als Symbol des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers.

UNESKO-Projekt Kaiserin-Augusta-Schacht (Karl Liebknecht Schacht) / Museum)
Der Steinkohlebergbau im Lugau-Oelsnitzer Raum gehörte zu den drei bedeutenden Steinkohlenbergbaugebieten in Sachsen. Der historisch kurze, nur etwas über ein Jahrhundert währende Bergbau prägte das Gebiet von Lugau und Oelsnitz  Erzgebirge wesentlich und wirkte nachhaltig auf die Stadtentwicklung. Der Bergbau im Lugau-Oelsnitzer Raum gründete sich einerseits auf die erst im 19. Jahrhundert in voller Ausdehnung entdeckte Steinkohlelagerstätte, anderseits auf den enormen Steinkohlebedarf der sächsischen Industrie seit dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Von besonderer Bedeutung waren die im Zusammenhang mit Konsoldationen erstandenen Gewerkschaften Gottes Segen und Deutschland. Zur erstgenannten Gewerkschaft gehörte der seit 1869 niedergebrachte Kaiserin-Augusta-Schacht, der zuletzt eine Teufe von 560 (590) m besaß. 1922-1933 erfolgten eine umfassende Modernisierung des Schachtes und ein Ausbau als zentrale Anlage zur Förderung, Aufbereitung und Versand. In dieser Zeit wurde der etwa 50 m hohe Förderturm, das zentrale Objekt im heutigen Bergbaumuseum, erbaut. Nach Abschluss der Arbeiten galt diese Anlage als modernste sächsische Schachtanlage und fand auch durch verschiedene technische Lösungen internationale Beachtung. Der nach dem Zweiten Weltkrieg verstaatlichte Bergbau wurde mit großer Intensität, aber unter geologisch ungünstiger werdenden Vorraussetzungen, weiterbetrieben. Im Jahr 1967 erfolgte der Beschluss zur Einstellung des Steinkohlebergbaus im Oelsnitzer Revier bis zum Jahre 1971. Im Jahre 1986 konnte auf der Schachtanlage das Bergbaumuseum Oelsnitz eröffnet werden, wodurch nicht nur die denkmalgeschützten Baulichkeiten, sondern auch die bedeutende historische Maschineneinrichtung erhalten blieb.

UNESCO-Projekt Bergbaulandschaft Oelsnitz  Erzgebirge
Der Steinkohlebergbau hat im Lugau-Oelsnitzer Revier zahlreiche Halden und Senkungsgebiete hinterlassen, die heute die Bergbaulandschaft der Region prägen. Zu den größten und weithin die Landschaft bestimmenden Halden gehört die Halde der Deutschlandschächte. Des Weiteren wurde im Jahre 2000 ein Aussichtsturm errichtet, der einem Fördergerüst nachempfunden ist. In der Deutschlandhalde finden heute noch stellenweise Brennprozesse statt, die zu interessanten geothermischen Effekten führen. Die Halde ist durch einen Bergbaulehrpfad touristisch erschlossen.

Der Förderverein "Montanregion Erzgebirge" e.V. setzt sich dafür ein, dass diese weltweit einzigartige Region mit ihrem großen Schatz an technikhistorisch wertvollen Denkmalen, den in enger Verbindung zum Bergbau stehenden vielfältigen Kulturdenkmalen (Profan- und Sakralbauten, Plastiken, Gemälden, Sammlungen etc.) und den Landschaftsschutzgebieten mit den Naturdenkmalen für die Menschheit erhalten bleibt und auch international bekannt gemacht wird.

Zielstellung des Projektes
Der "Förderverein Montanregion Erzgebirge" e.V. unterstützt mit seiner Arbeit die Anerkennung ausgewählter Einzelobjekte und Ensembles im deutschen wie im böhmischen Teil der Kulturlandschaft Erzgebirge als UNESCO Welterbe. Folgende Teilaspekte kennzeichnen die einzigartige "Montanregion Erzgebirge":
  • Über- und untertägige Montandenkmale,
  • Montanlandschaften, Flora, Fauna, Geo- und Biotope,
  • Bergstädte, bergmännische Siedlungen und vom Bergbau geprägte Bauwerke,
  • Kunst, Kunsthandwerk, Musik und Literatur,
  • Volkstum und Brauchtum,
  • Bildung, Wissenschaft und Landespolitik,
  • Archive und Sammlungen,
  • Traditionslinien von der Industrialisierung zum modernen Wirtschaftsstandort.

Unter diesen Aspekten sollen nach intensiver Vorauswahl und strenger Bewertung diejenigen Objekte ausgewählt werden, die die Kriterien für eine Aufnahme in die UNESCO Welterbeliste erfüllen.

Der "Förderverein Montanregion Erzgebirge" e.V. strebt dabei eine enge Zusammenarbeit mit der tschechischen Seite an.

Die Aktivitäten beziehen sich auf die bei der 283. Kultusministerkonferenz 1998 erfolgte Eintragung "Montanregion Erzgebirge" in die deutsche Tentativliste für das UNESCO - Welterbe. Die Montanregion Erzgebirge könnte  2014 zum UNESCO-Welterbe erklärt werden. 2013 soll der Antrag an die UNESCO-Kommission eingereicht werden.


 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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