Oelsnitz Erzgebirge

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Ortsgeschichte Neuwürschnitz


Neuwürschnitz besteht seit 1934 durch Vereinigung der beiden Ortsteile Neuwiese und Oberwürschnitz. Im Rahmen der Gemeindegebietsreform wurde Neuwürschnitz am 1.1.1999 nach Oelsnitz eingemeindet. Beide Ortsteile haben eine unterschiedliche Vergangenheit aufzuweisen.

Ein genauer Zeitpunkt der Entstehung von Neuwiese kann nicht nachgewiesen werden. Die ersten Siedlungen auf diesen Fluren waren die Mark Wittendorf und der Markflecken Hadern sowie das Dorf Wiese. Die zur Graf­schaft Wildenfels gehörende Mark Wittendorf wird erstmals 1174 erwähnt, ebenso wie das Dorf Wiese.

 

 

In der Zeit des Hussitenkrieges wurde Wittendorf bis auf einige Güter vernichtet. Sie wurden später die „Wit­tendorfer Güter" genannt. Im Dreißigjährigen Krieg wurden sie vollständig zerstört, so dass bis zum Jahr 1826 die „Wüste Mark Wittendorf" nur aus Wiesen, Feld, Wald und Gestrüpp bestand. Den Dörfern Hadern und Wiese wurde das gleiche Schicksal zuteil wie Wittendorf. Das Gelände des Dorfes Ha­dern umfasste das Gebiet des heutigen Haderwaldes und Teile des Lohwaldes.

Im Jahr 1705 tritt das erste Mal der Name „neue Wiese" auf, daraus entstand nun das Dorf Neuwiese. Neuwiese ist als Spätgründung der Grafen und Fürsten von Schönburg-Waldenburg entstanden und hat Parzellenfl ur.

In der Nähe der alten Mark Wittendorf entstand um 1834 das Dörfchen Neuwittendorf. 1911 wurde dann der Oberwürschnitzer Anteil von Neuwittendorf nach Neuwiese und 1928 der Zschockener Anteil von Neuwit­tendorf ebenfalls nach Neuwiese eingemeindet.

Oberwürschnitz, 1427 erstmals ur­kundlich erwähnt, ist ein einreihiges Waldhufendorf mit Mittellage der Gehöfte. Es entstand genauso wie die Stollberger Dörfer Ober-, Mittel- und Niederdorf bei der Besiedlung des Erz­gebirges und gehörte zunächst nach Stollberg. 1493 verkaufte Heinrich von Schönberg, Besitzer von Stoll­berg, Ober- und Niederwürschnitz an Friedrich von der Oelsnitz. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war Oberwür­schnitz ein reines Bauerndorf.

Im 17. und 18. Jahrhundert kamen Weberei und Strumpfwirkerei als Heimarbeit auf. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es auf Oberwürschnitzer Flur bereits erste Abteufungen zum Steinkohlenbergbau. 1834 wurde die Ober- und Niederwürschnitzer Steinkohlengesellschaft gegründet, die allerdings nur bis 1839 exis­tierte. Zwischen 1844 und 1846 teufte man auf Oberwürschnitzer Flur erfolglos den „Arnold"- und „Jacob­schacht" sowie die „Viehwegerschächte" I und IV.

Mit der Entwicklung der Steinkohlenindustrie in den Nachbargemeinden Oelsnitz und Lugau in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Grundstein für eine weitere Besiedlung des Ortes gelegt. Es entstanden Bergarbeiter- und Gartenbausiedlungen.

(Text-Auszug aus "Oelsnitzer Lexikon Band 1", Fotos: Gerhard Härtwig)

 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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