Oelsnitz Erzgebirge

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Das Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier

Am 31. März 1971 wurde der letzte Hunt mit Kohle aus der Steinkohlenlagerstätte Lugau-Oelsnitz gefördert. Damit hatte eine 127 Jahre währende Bergbautätigkeit, die nach der Entdeckung der Lagerstätte 1831 mit der ersten Kohleförderung am 7. Januar 1844 begann, ihr Ende gefunden.
Im Erzgebirge wurde nicht nur Erz abgebaut, sondern auch das "Schwarze Gold", die Steinkohle. Das Steinkohlenvorkommen des hiesigen Reviers, eine Lagerstätte des erzgebirgischen Steinkohlebeckens, hatte unter den Fluren der Orte Lugau, Niederwürschnitz, Oelsnitz, Hohndorf und Gersdorf eine Flächenausdehnung von 30 m²-Kilometer. In ihr waren 14 bauwürdige Flöze unterschiedlicher Mächtigkeit abgelagert.
142 Millionen Tonnen Steinkohle wurden in all den Jahren nach übertage gebracht und der deutschen Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Dies war ein bedeutungsvolles Ereignis und Ergebnis für die Bewohner der näheren und weiteren Umgebung unseres Kohlenreviers und für die Entwicklung der Industrie in Westsachsen, Thüringen, bis nach Nordbayern.  Es war ein harter, unaufhörlicher Kampf der in  d iesem Bergbau Tätigen mit den Naturgewalten und mit den menschlichen Unzulänglichkeiten.

Die erste karbonische Stein kohle fand im Jahre 1831 der Fürstlich-Schönburgische Forstbeamte Friedrich-Heinrich Wey im heutigen Neu-Oelsnitz. Einige danach bis ca. 1835 in der Nachbarschaft des Fundortes niedergebrachte Versuchsschächte führten jedoch damals noch zu keinem nennenswerten Erfolg.
Die Gründerzeit der kleinen Eigenlöhner begann nach der Geburtsstunde des Steinkohlenbergbaus 1844. Karl Gottlob Wolf hatte
mit großem Interesse alle bisherigen Versuche verfolgt und nahm die Versuchsarbeiten auf Kohle in Neuoelsnitz selbst in Augenschein. Er führte auf eigene Faust einen Bohrversuch durch und gründete mit 26 Beteiligten - meist Verwandte aus Lichtensteiner Gegend - eine "kleine Gesellschaft zu gleichen Teilen" (Vorläuferin der Aktiengesellschaft Oelsnitzer Steinkohlenbauverein). Am 7. September 1843 begann die Teufe für den ersten Schacht. Das Recht, an irgendeinem Ort Bergbau zu treiben, nach Kohlen zu graben und abzubauen, stand einst jedermann frei. Die Kohlenlager gehörten nach dem Mandat über die Gewinnung der Stein-, Braun- und Erdkohlen und des Torfes vom 10. September 1822 den Grundbesitzern der Erdoberfläche.

Angeregt durch Gutachten anerkannter Fachleute der Bergakademie Freiberg entstanden erste größere Gesellschaften, wie
- Zwickau-Lugauer Steinkohlenbauverein (1855)
- Steinkohlenbauverein Gottes Segen (1856) und der
- Oelsnitzer Bergbaugesellschaft (1856)
Aus den drei genannten Gesellschaften und einigen anderen haben sich dann im Laufe der Jahre die zwei größten Bergwerksunternehmungen des Lugau-Oelsnitzer Reviers entwickelt:
Gewerkschaft Gottes Segen
Gewerkschaft Deutschland

Bergmann vor Ort
Relief am Kanzelaufgang
St. Annen-Kirche

(Textauszüge/Bilder aus "Das Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier)Annaberg-Buchholz

 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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