Oelsnitz Erzgebirge

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Historie und Moderne




Kunsterlebnis Bergbau:


Das Zeit-Raum-Diagram symbolisiert, das die Erde an dieser Stelle zwischen 1900 und 1972 um 9 Meter gesunken ist. Die Knicke zeigen, in welchen Zeiträumen es extrem schnell nach unten ging.

Skulpturen als sichtbares Zeichen der durch den Bergbau geprägten Landschaft. Die Zeitsenkungskurve zeigt mit 17,40 Meter an, wie tief die Stadt an dieser, der extremsten Stelle, abgesackt ist.
Der jüdische Kaufmann Salman Schocken hat mit seinem Bruder Simon einen 1904 erworben kleinen Laden auf der heutigen Mei­nertstraße zum damals größten sächsi­schen Warenhaus auf dem Lande erweitert (Bauhausstil).

„Dieser Laden war praktisch die Keimzelle des Schocken-Konzerns" (Freie Presse)
Modell Überlandstraßenbahn
Kunstkleinode
Schachtziege, Symbol Bergbaumuseum
Die ehemalige "Rote Schule" wurde 2005 umgebaut und beherbergt heute die Stadtbibliothek, Kindertagesstätte und Registratur.
Unter Denkmalschutz stehende ehemalige Backsteinturnhalle (Rote Schule). Seit 2008 Domizil der  Sozialstation der Johanniter-Unfallhilfe e. V.
Historisches Bauwerk mit Klinkerfassade. 1870 erbaut und 1897 erweitert. Ehemals erste Kaufhaus der Stadt und Markenzeichen der Unterstadt.  Nach umfangreicher Rekonstruktion ist der  Seniorenclub der Volkssolidarität Oelsnitz Erzgebirge  mit seinem "Kaffeekännchen im Grüßer" eingezogen.
1930 erbaute Lutherkirche im Ortsteil Neuwürschnitz
marktpersil Neu gestalteter Marktplatz mit
Bergmannsbrunnen
Persiluhr

Beiträge werden fortgesetzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freie Presse

Oelsnitz sackt nicht mehr ab
Warum es weit nach unten ging

Das Bergwerk ist das zweite Zuhau­se eines Markscheiders. Der Oelsnit­zer Manfred Plobner (68, Foto) war 17 Jahre als „vermessender Berg­mann" vor allem im Steinkohlere­vier Zwickau auf Achse. Im Ruhe­stand kümmert er sich um seine „ab­gesackte" Heimat­stadt und wertete Messungen mit aus. Mandy Fischer fragte ihn nach Höhen und Tiefen.

-Foto: ANDREAS TANNERT-

Freie Presse:
Nach der ersten Nachricht gestern, dass die fast 18 Me­ter hohe Skulptur anzeigt, wie hoch Oelsnitz einmal lag, riefen Leser an, wir hätten uns verdruckt. Haben wir?
Manfred Plobner:
Nein. An der extremsten Stelle, wo nur 200 Meter unter der Oberfläche abgebaut wur­de, hat sich die Erde um 17,40 Meter gesenkt. Der Bergbau begann zwar 1844 in Oelsnitz, aber die erste Mes­sung gab es erst 1901.
Freie Presse:
Wie entstand der ex­treme Höhenunterschied?
Plobner:
14 Flöze, die übereinander lagen, wurden abgebaut, jedes o,8o bis 2,50 Meter dick. Hinzu kam tau­bes Gestein. Hohlräume wurden ver­füllt, erreichten aber nie den Ur-Zu­stand. So gelangten 68 Prozent der Hohlräume als Bergabsenkungen in Muldenform an die Oberfläche.
Freie Presse:
Hat sich die Stadt ruckweise gesenkt?
Plobner:
Nein, aber in der Bergbau­Blütezeit, den Nachkriegsjahren, ging es schnell. Die Ampelkreuzung in Neuoelsnitz zum Beispiel senkte sich 1958 um 1,85 Meter. Gleise am Bahnhof Neuoelsnitz wurden ver­kürzt oder verlängert, um Senkun­gen auszugleichen. Häuser wurden mit Ankern gesichert, einige auch abgerissen. Manche Straße senkte sich so, dass sich die Fließrichtung der Kanalisation umkehrte...
Freie Presse:
Wie wurden die Ab­senkungen gemessen?
Plobner:
Häuser erhielten Eisen­bolzen ins Mauerwerk, rund Zoo sind es heute noch, so dass durch die Stadt ein Messnetz führt. Von Punkten ausgehend, wo sich die Er­de garantiert nicht senkte, wurde al­le zwei Jahre die Höhen gemessen.
Freie Presse:
Rutscht Oelsnitz noch?
Plobner:
Sieben Jahre nach Berg­bau-Ende beruhigte sich die Erde, al­so Ende der 7o-er. Nach der Wende gab es Messungen, die letzten dieses Jahr: Hier senkt sich nichts mehr!

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Freie Presse

Maß aus Stahl

Skulpturen zeigen frühere Höhe der Stadt Oelsnitz

Kaum vorstellbar, dass die Berg­baustadt Oelsnitz vor 100 Jah­ren 17 Meter höher lag. Straßen, Felder, Hausfundamente waren in etwa dort, wo heute das Dach des ehemaligen Schocken-Kauf­hauses zu sehen ist - mit 15 Me­tern das höchste Gebäude der Stadt. Wie einschneidend der Steinkohleabbau nachwirkt, zeigen jetzt zwei Stahl-Skulptu­ren - quasi als Höhenmesser. Ihr Ende in luftiger Höhe war einst der Anfang von Oelsnitz.

VON MANDY FISCHER

Oelsnitz. Ungläubig sind gestern Passanten am alten Kaufhaus Grü­ßer an der Unteren Hauptstraße ste­hen geblieben. Seit wenigen Stun­den überragt ein Zeit-Raumdia­gramm aus Stahl Fußweg und Stra­ße, ähnlich einem Ampelarm. Ge­nau 9 Meter hoch und mit „Kni­cken" im Stahl. Künstler Paul Fuchs zeigt mit seiner Skulptur zum ei­nen, dass die Erde an dieser Stelle zwischen 1900 und 1972 um 9 Me­ter gesunken ist, zum anderen in welchen Jahren es extrem schnell nach unten ging. Im Frühjahr sollen Erläuterungstafeln den Passanten aufklären. Zum Beispiel darüber, dass 142 Millionen Tonnen Stein­ kohle abgebaut wurden und des halb die Stadt „nachrutschte".
Wolfgang Grimmer, Vorsitzender des Bergbaumuseum-Fördervereines, wohnte im inzwischen abgerissenen Fachwerkgebäude vor den Hartmann-Haus, neben dem stählernen Zeit-Raumdiagramm. Das Grundwasser stand oft in der Küche, vor allem als ein Bombenau griff 1945 die Pumpstation zerstörte. „Wenn die Mutter in einer Eckt etwas verschüttet hatte, war es so fort in der anderen", erinnert siel Grimmer an sein schiefes Wohn haus. Bürgermeister Hans-Ludwig Richter (parteilos) legte bei der Ein weihung der Skulpturen den Kop: in den Nacken. „Dort oben Stander wir vor ioo Jahren. Wir haber schon auf höherem Fuß gelebt."

Künstler Paul Fuchs schraubt sein 9 Meter
hohes Zeit-Raumdiagramm aus Stahl an
Bahnhofstraße/Unterer Hauptstraße fest.
-FOTO: ANDREAS TANNERT-

Erläuterungen werden auch an Standort der zweiten Skulptur „Zeit Senkungskurve"  nötig sein. Die steht an der Waldesruh, Nähe Hoffeld, und zeigt mit 17,40 Meter an, wie tief die Stadt an dieser, der extremsten Stelle abge sackt ist. Die offene Spirale schwingt im Wind und- symboli siert den Zeitenstrudel, so Künstler Fuchs. Er war vorgestern im Blau mann zum Aufstellen seiner Kunst werke gekommen, viele Oelsnitzer vor allem alte Bergleute schauten ihm zu. Fuchs, gelernter Schlosser schraubte selbst die Stahlrohre, an­derthalb Tonnen schwer, fest.

Vorausgegangen war ein Wettbe­werb der Kulturstiftung Sachsen und der Stadt Oelsnitz. Eine zehn­köpfige Jury gab Fuchs den Zu­schlag. Seine eingereichte Idee wai allerdings eine komplett andere, als die nun umgesetzte. Er wollte auf freiem Feld an der Waldesruh zehn 40 Meter hohe Skulpturen aufstel­len, als Pendant zu den Windrädern und in Korrespondenz zum Aus­sichtsturm. Aber das hätte der städ­tische Geldbeutel nicht ausgehal­ten. 80.000 Euro kosten die zwei Ste­len, die jetzt stehen, lo.ooo Euro gab der Kulturraum Erzgebirge.

ZUR PERSON

Paul Fuchs

1936 in München geboren, lebt er seit 30 Jahren in der Toskana. Nach der Schlos­serlehre nahm er ein Bildhauerstudium an der Akademie der Bildenden Künste Mün­chen auf. Zunächst widmete sich Klang­künstler Fuchs dem Improvisieren von Mu­sik. Er stellt in Deutschland, Italien, Eng­land Spiel- und Klangskulpturen aus, die höchste 31 Meter hoch, ausgestellt in In­golstadt. Paul Fuchs ist verheiratet.

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Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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