Oelsnitz Erzgebirge

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Glaube an früheren Reichtum

Das Kloster Grünhain in Grünhain im sächsischen Erzgebirge, von Zisterziensern angelegt und betrieben, bestand von 1230 bis 1536 und ist heute nur noch in Ruinen erhalten.

Das Gesamtbild der Klosteranlage war geprägt von der Kirche zur Heiligen Maria und zum Heiligen Nikolaus, die sich auf dem höchsten Punkt der Klausur befand. Von der etwa 80 Meter langen und über 20 Meter breiten Basilika, an die weitere Gebäude angebaut waren, sind heute nur noch Teile der Grundmauern erhalten, da nach dem Niedergang des Klosters die Mauersteine zum Verbauen freigegeben wurden. An der Stelle des Altars wurde ein Holzkreuz errichtet, das den Leitspruch der Benediktinermönche, „Ora et Labora“, trägt. Anhand der verbliebenen Mauerreste lässt sich das ungefähre Aussehen des Kirchgebäudes rekonstruieren. Der Bau war durch eine Schlichtheit geprägt, die charakteristisch für die frühe Ordensbaukunst war. Der Grundriss entspricht dem bernhardinischen Bauplan und wie alle Zisterzienserkirchen war das Grünhainer Gotteshaus auf einer Ost-West-Achse ausgerichtet. Kreuzrippenteile, die bei Ausgrabungen in den 1930er und 1990er Jahren gefunden wurden, deuten auf einen hochgotischen Baustil hin.

An der westlichen Klostermauer befand sich das Amtsgebäude, das sich in baulich veränderter Form noch heute am Eingang zum Klostergelände befindet. Betritt man dieses, stößt man nach etwa 50 Metern auf einen weiteren Bau, dessen Grundmauern aus der Klosterzeit stammen. Der heute als Wohnhaus benutzte „Langschuppen“ diente den Mönchen als Lager, vor allem von Getreide. Folgt man dem Weg weiter in Richtung Osten, trifft man wenig später auf einen kleinen Kräutergarten, der an das botanische Schaffen der Mönche erinnern soll. Eine aufgestellte Tafel nennt Namen und Verwendung der hier angebauten Gewürzpflanzen. Bevor man im weiteren Verlauf des Weges das ehemalige Klausurgelände betritt, stößt man auf den „Fuchsturm“, der in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, an der inneren Klostermauer gelegen, als Tor zwischen den beiden Klosterbereichen errichtet wurde. Das obere Turmgeschoss wurde als Gefängnis benutzt und soll in dieser Funktion auch den Prinzenräuber Kunz von Kaufungen „beherbergt“ haben. Heute dient der Turm als Ausstellungsraum und Werkstatt des Grünhainer Schnitz- und Krippenvereins.

 

Bekanntlich gehört das Erzgebirge mit zu den reichsten Sagenlandschaften unserer deutschen Heimat. Erhalten hat sich in zahlreichen Sagen der Glaube an den früheren Reichtum des Klosters, von dem der Überlieferung nach immer noch ein erheblicher Anteil  auf den glücklichen Finder wartet. Soll doch unter anderen die ehemalige Klosterkirche lebensgroße Figuren der 12 Apostel aus Silber und einen goldenen Heiland besessen haben. Da sie der Sage nach vor der Auflösung des Klosters vergraben wurden, haben auf diese Überlieferung hin schon viele Schatzgräber danach gesucht. Aber gefunden wurde nichts!









 

 
 
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