Oelsnitz Erzgebirge

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Vereinsarbeit von damals bis heute

Die Neigung vieler Ölsnitzer Bewohner zu Vereinsgründungen und das Verlangen, einem oder mehreren Vereinen anzugehören, war schon immer groß. Bedenkt man, daß 1849 die erste Gesellschaft ins Leben gerufen wurde und 1899, also nach 50 Jahren ca. 80 Vereine bestanden.  Die meisten Vereine galten "Vergnügungszwecken".  Während dieses Zeitraumes sind aber auch ungefähr 25 wieder eingegangen.  Die Entwicklung der Vereine war  hauptsächlich in den örtlichen, wirtschaftlichen und industriellen Verhältnissen zu suchen, eigentlich ein Zug der Zeit.
Neben den Vereinen zu Vergnügungszwecken gab es zahlreiche Vereine, die ganz andere Aufgaben zu erfüllen suchten, die ihre Kraft dem Dienste der Kirche, der Gemeinde, des Staates usw. widmeten und neben der Pflege religiöser Gesinnung, wahrer Vaterlandsliebe, edler Menschenfreundlichkeit, Interesse an Kunst bemüht waren, das gesamte soziale Leben der Gemeinde zu heben und zu fördern.

Entsprechend Gliederung des Vereinswesen Ortschronik von Emil Junghannß (1901) gab es über 8  religiöse und Wohltätigkeitsverene, fast 50 Vereine für gemeinnützige Zwecke, ca. 10 Patriotische Vereine, ca. 30 Gesellige, Erholungs- und Vergnügungsvereine sowie etwa 8 Sportvereine.

Der Ursprung z..B. der bergmännischen Musik in Oelsnitz liegt im Jahre 1890/91. Damals wurde die Schachtkapelle des Oelsnitz-Lugauer Steinkohlereviers gegründet. Ein überliefertes Bilddokument von 1945 zeigt 25 Musiker dieses Klangkörpers vorm „Weißen Haus", damals Verwaltungsbau des Schachtes. V.l.n.r., hin­tere  Reihe: Ernst Schreiber, Klaus Pfeffer, unbekannt, Martin Göschel, Albert Walbut, Martin Lindner, Franz Prokorch, Max Bochmann, mittle­re Reihe: Erhard Vogel, Kurt Junghans, Rudi Burkard, Paul Küchler, Herbert Fanghänel, Emil Schubert, vordere Reihe: Albert Spindler, Richard Müller, unbekannt, Kurt Schubert, Hermann Baltauf, Max Böhm, Hermann Nestles Ernst Hartig, Ernst Braune, Richard Böhmer, Erich Büttner


Die Vereinsgründungen waren  meistens das E
rgebnis langjähriger freiwilliger unorganisierten Tätigkeiten von gleichgesinnten Bewohnern. Vor dem Jahre 1867 z.B. bestand im Orte "eine Mannschaft, welcher die Unterhaltung der Feuerordnung" oblag. Im September 1867 wurde eine organisierte "Rettungsschar" gebildet, die mit der Zeit sich den Namen -Freiwillige Feuerwehr- beilegte. Die Aufgabe der freiwilligen Feuerwehr bestand darin, bei "entsprechendem Brandunglück im Orte Ölsnitz in geordneter Weise rettend und schützend Beistand zu leisten und allerlei Schaden an beweglichen und unbeweglichen Gütern durch löschen des Feuers, durch ausräumen und Bergen des Gretteten nach Möglichkeit zu verhindern und zu lindern."
Vergleicht man die Aufgaben und Themen der Vereinsarbeit der damaligen Zeit mit jetzt, so muss man feststellen, dass die Probleme im übertragenden Sinne heute noch ihre Gültigkeit haben:
- Der Ortsverein für innere Mission (1895) wirkte durch seine Aktivitäten anregend und erbauend auf die Gemeinde. Ihm verdankt die Gemeinde die Anstellung einer Gemeindediakonissin. Weiterhin begründete der Missionsverein am 1. Juli 1896 einen Kindergarten.
- Der evangelische Jünglingsverein(1883),  gegründet vom Rentier Karl Heinrich Voitel, verfolgte den schönen Zweck, die aus der Volksschule entlassenen Knaben aller Stände zu sammeln und sonntäglich (meist alle 14 tage) durch unterhaltende,belehrende, gute Lektüre die Forbildung in nützlichen Kenntnissen, die christliche Gesinnung und edle Geselligkeit zu pflegen und zu fördern.
- Der Privatpolizeiverein (1851) machte sich zur Aufgabe, die in dieser Zeit häufig vorkommenden nächtlichen Einbrüche, Diebstähle und den Straßenunfug durch Patrouillieren und Postenstellen in der Nachtzeit dem beregten Übel abzuhelfen.
(Ausgewählte Beispiele  aus Oelsnitzer Chronik 1901)

Die Oelsnitzer Rennfahrer des Motorfahrerclubs 1923 gehörten in den zwanziger Jahren zur  europäischen Spitzenklasse.  Sie organisierten 1924 südlich von Oelsnitz das erste Rundstreckenrennen und konnten sich bei vielen Rennen vorn plazieren. Der Beiwagenspezialist Willi Weichel gewann in seiner Klasse das erste Rennen auf dem Hohensteiner Sachsen­ring 1927 Absoluter Spitzenfahrer war Karl Stegmann (1901-1930), der mit seiner 750er BMW einen Weltrekord fuhr, zahlreiche Rennen gewann und bei einem Bergrennen in der Tschechoslowakei tödlich verunglückte. Bild mitte Karl Stegmann beim ersten Sachsenringrennen, rechts Willi Weichel .

(Auszüge aus Bildband "Oelsnitz-Erzgebirge-in Bildern von einst")

 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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