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Bergmusikkorps "Glück Auf"

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Auftritte des Bergmusikkorps bieten stets ein imposantes Bild erzgebirgischer Tradition. Diese reicht zurück bis auf das erstmals 1890 erwähnte Schachtorchester des Steinkohlen bergbaus im Lugau-Oelsnitzer Revier. Der Titel Bergmusikkorps "Glück Auf" Oelsnitz wurde 2001 in Anerkennung an Traditionspflege und Jugendarbeit durch den Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenverein e.V.verliehen.
Liebe Freunde der Blasmusik, als ich vor kurzem unser jüngstes Gruppenfoto in Händen hielt, ließ ich die letzten Orchesterjahre Revue passieren und wurde dabei auch an verdienstvolle Vorfahren der Oelsnitzer Blasmusikanten erinnert.
Der Ursprung der bergmännischen Musik in unserer Stadt liegt im Jahre 1890. Damals wurde die Schachtkapelle des Oelsnitz-Lugauer Steinkohlereviers gegründet. Ein überliefertes Bilddokument von 1945 zeigt 25 Musiker dieses Klangkörpers vorm „Weißen Haus", damals Verwaltungsbau des Schachtes. In den folgenden Jahren wurden die Traditionen fortgesetzt. Als ich die Leitung 1991 vom vorherigen Dirigenten Horst Uhlmann übernahm, zählte das Orchester noch 18 Musiker. Horst hält uns bis heute die Treue und fehlt trotz seiner 81 Jahre selten bei einem Auftritt. Wenn wir das neueste Foto betrachten, so belegt es, dass wir „Oelsnitzer Blasmusikanten" auf nunmehr 70 Mitstreiter angewachsen sind. Seit 2001 tragen wir den Titel „Bergmusikkorps Glück Auf", zuerkannt vom Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine in Wertschätzung unserer Jugendarbeit und Traditionspflege. Dass uns die Ausbildung von Kindern und Ju­gendlichen besonders am Herzen liegt, zeigt unter anderem eine Patenschaft mit der Mit­telschule der Stadt. Darüber hinaus freuen wir uns über Jeden, ob jung oder alt, der uns musikalisch unterstützen oder ein Instrument erlernen möchte.
Nicht nur die Zahl unserer Musiker veränder­te sich, sondern auch unser Erscheinungsbild. Trugen wir bis 1993 die Bergmannskleidung der Wismutkumpel, so haben wir seitdem eine neue Tracht. Wenngleich wir die bergmännische und die traditionelle Blasmusik weiterhin pflegen, beschäftigen wir uns auch mit zeitgemäßen Titeln, so dass wir in fast jedem Genre zu Hause sind und für jedes Publikum die passenden Klänge parat halten. Kein Wunder, spielen im Orchester doch vier Generationen harmonisch zusammen. Mit rund 65 Konzerten pro Jahr und den dazu notwendigen Proben bestreiten wir ein sehr umfängliches Programm. Erfolgreich und stets mit Freude bei der Sache sind die Oels­nitzer Blasmusikanten freilich nur, weil die Ensemblemitglieder in erster Linie die Musik lieben und nicht auf materielle Anerkennung blicken. Mit vielen Orchestern pflegen wir seit Jahren enge Freundschaften. Das gemeinsame Musizieren lässt uns Neues lernen und spornt uns immer wieder an. Als besondere Gelegenheit dafür sei das alljährliche Heimatfest der Oelsnitzer Blasmusikanten erwähnt. Inzwischen sehen wir uns aufgrund der vielen Auftrittsorte als Botschafter unserer Heimatstadt und des Erzgebirges. Von der Niedersachsen bis nach Bayern, vom Saarland über Berlin bis in die Lausitz, in Tschechien, in Frankreich und in den USA sind wir Oelsnit­zer immer wieder gern gesehen und gehört. Die positive Entwicklung des Ensembles wä­re unmöglich ohne die Hilfe vieler Freunde der Blasmusik. Besonders zu erwähnen ist die Stadt Oelsnitz mit unserem Bürgermeister Hans-Ludwig Richter, die uns ein ideales Probendomizil bereitstellt. Darüber hinaus sind zahlreiche Sponsoren zu nennen, darun­ter engagierte Partner wie Richter-Reisen und die Glückauf-Brauerei Gersdorf. Als Orche­sterleiter schätze ich mich zudem glücklich, in meinem Arbeitgeber Willi Schleenbecker, Chef der gleichnamigen Baugesellschaft, ei­nen Anhänger der Blasmusik gefunden zu ha­ben, der uns jegliche Unterstützung gewährt. Vor allem aber ist es das treue Publikum aus Oelsnitz und weit darüber hinaus, das uns im­mer wieder motiviert und zu Neuem heraus­fordert. Die kommenden Wochen der Ad­vents- und Weihnachtszeit führen uns wieder besonders oft mit den Zuhörern und Fans zu sammen. Zu Bergaufzügen und Konzerten, auf Weihnachtsmärkten aber auch bei Auftrit­ten in sozialen Einrichtungen wollen wir die Menschen erfreuen. Besonders erwähnt sei hier noch einmal unser Weihnachtskonzert am 21.12. für welches noch Karten erhältlich sind.
In diesem Sinne wünschen die Musiker wie auch ich persönlich den Freunden der Blas­musik, allen Partnern und Sponsoren unseres Ensembles ein frohes, besinnliches Weih­nachtsfest sowie ein glückliches neues Jahr mit vielen musikalischen Begegnungen.  
Glück Auf, Euer Tilo Nüßler
Schachtorchester
Aufnahme der Schachtkapelle des Oelsnitz-Lugauer Steinkohlereviers unter damaliger Leitung von Max Böhme, entstanden 1945. V.l.n.r., hin­tere • Reihe: Ernst Schreiber, Klaus Pfeffer, unbekannt, Martin Göschel, Albert Walbut, Martin Lindner, Franz Prokorch, Max Bochmann, mittle­re Reihe: Erhard Vogel, Kurt Junghans, Rudi Burkard, Paul Küchler, Herbert Fanghänel, Emil Schubert, vordere Reihe: Albert Spindler, Richard Müller, unbekannt, Kurt Schubert, Hermann Baltauf, Max Böhm, Hermann Nestles Ernst Hartig, Ernst Braune, Richard Böhmer, Erich Büttner

 
 
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus im Freistaat Sachsen

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