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Der Schacht tanzt

Museumsräume werden zu Tanzsälen

Mehr als 500 Besucher lassen sich auch bei der 3. Auflage an den ausgefallenen Veranstaltungsort locken

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Foto links: „Der Schacht tanzt" hieß es am Samstag im Bergbaumuseum.    
Foto rechts: Rocken in der „Sprengung" - das Samstagabend-Event in Oetsnitz machte es möglich. Mehr als 500 Besucher ka­men und tanzten bis in den Morgen.
-FOTOS: ANDREAS TANNERT (2)

VON CRISTINA ZEHRFELD

Oelsnitz. Bei einer langen Nacht im Schacht haben am Samstag mehr als 5oo Besucher das Bergbau­museum bevölkert. Von neun Uhr abends bis vier Uhr morgens sorg­ten 15 Discjockeys für eine stilisti­sche Bandbreite von Oldieklängen bis zum Elektrosound.

Eine Stunde nach Einlassbeginn ging es ganz gemächlich los. Die ers­ten Gäste hatten ihren Rundgang absolviert und sich auf den Plastik­sesseln im Füllort niedergelassen. Hier, rund um den Aufzug, dröhnte bereits Musik. Auf der Galerie gab es noch freie Liegestühle. Im Lok­schuppen klönten einige Gäste, und nur vereinzelte Besucher warfen schon mal einen Blick in die soge­nannte „Sprengung", einen holzver­kleideten Stollen mit echtem Unter­tageflair. „Damit haben wir den Be­suchern einen kleinen Bereich der Grube zugänglich gemacht", so Mu­seumschef Jan Färber. Abgesehen von der eigentlichen Grube, der Hängebank und dem Förderturm waren die Museumsräume fast komplett ins Geschehen eingebun­den. In der ehemaligen Lohnschal­testelle (jetzt Eingangshalle) war die Garderobe. Im oberen Ausstellungs­bereich gab es eine Bühne und Bars, im Umformerraum stand die Hauptbühne. Nebelschwaden zogen durch die aufwendig in Szene ge­setzte Illumination. Nicht irgendei­ne Beleuchtung, wie Organisator Tobias Auerswald betont: „Unser Licht ist absolut umweltfreundlich. Das sind alles LED-Leuchten. Damit sparen wir 6o bis 7o Prozent Strom gegenüber der herkömmlichen Be­leuchtung."

Stefan Willer hat einen Großteil der Technik mit installiert. Wegen der ungewöhnlichen Räume und der zum Teil riesigen Exponate nicht ganz einfach. Trotzdem schwärmt der 27-jährige Walden­burger: „Das ist von der Inszenie­rung her etwas ganz Besonderes. Das ist eben nicht Dekoration, son­dern real." Ein Reiz, den Willer auch als DJ auskosten konnte, denn ge­meinsam mit seinem Partner Oliver Nagel war er als „Red Label" zum ersten Mal unter den Plattenaufle­gern. Seine Spezialität ist dabei der Mix von Clubhits bis zu Oldies.

Der ausgefallene Veranstaltungs­ort allein ist Auerswald hingegen nicht genug: „Ich will immer ir­gendetwas Neues dabei haben." Diesmal waren das The Admirals, eine Dresdner Band, die es mit Songs wie „Männer" längst in die angesagtesten Clubs und auf die großen Bühnen geschafft hat.

Kurz vor Mitternacht hatten es die meisten Nachtschwärmer ins Museum geschafft und waren von dort auch nicht mehr wegzubekom­men. Als Erstes lichtete sich der Be­trieb an der „U-3o-Bühne", wo Oldies aus den 196oer, 7oer und 8oer Jahren aufgelegt wurden. Die über­raschend reichlich vertretenen über 3o-Jährigen strichen gegen drei Uhr morgens die Segel. Die ganz jungen Hip-Hopper dagegen hätten wohl auch zum Ende der Party um vier gern noch weiter gefeiert.

Dass man trotz Wetterwarnun­gen und glatter Straßen an die Gäs­tezahlen des Vorjahres anknüpfen konnte, wertet Tobias Auerswald als Erfolg. Deshalb soll es auch nächs­tes Jahr wieder heißen: „Der Schacht tanzt".

(Freie Presse  11.01.2010)

 
 
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